Zwei Post SV - Judoka bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften

"Hast du dein Gewicht?" fragte ich Jonas. Er war noch ein halbes Kilo zu schwer um in seiner Gewichtsklasse zu kämpfen. Hungernd fuhr er uns in 5 Stunden vorbei an gewaltig tiefen Tagebauen nach Aachen. Angekommen, einmal auf Klo und dann zur Waage, um das Kampfgewicht anzumelden. Direkt daneben wurde Chili con Carne verteilt - mitgedacht. 

Abendessen in der schönen und belebten Altstadt. Danach schlafen im Hotel, das ,wie auch das Spritgeld, vom Post SV Buxtehude und vom VfL Stade übernommen wurde. Eine Hilfe für das karge Studenten- und Sportlerleben.
Am nächsten Morgen gingen die Kämpfe auf 5 Matten parallel los. Es war mein erster Kampf seit 7 Jahren. Ich war unheimlich nervös. Ich wusste nicht, was ich tun soll. Noch ein paar Wurfeingänge... Plötzlich war ich dran. Verbeugung und der Kampf ging los. Im Kampf um den Griff kam ich nicht an das gegnerische Revers. Die Kontrolle des Gengers war zu gut. Ich konnte keinen Wurf ansetzen - Shido (Strafe) wegen Inaktivität. Ich packte den Gegner anders, um Kontrolle zu gewinnen - Shido wegen einseitigem Fassen. Dann wurde ich auf die Seite geworfen - Waza-ari (Halber Sieg). Ich hab mich nicht bewegt, Jonas schrie: "Auf den Bauch!" und schwups lag ich verteidigend auf dem Bauch. Der Gegner versuchte eine Sankaku-Technik, aber ich hielt stand. Dann ging es weiter im Stand. Nach etwas Gerangel hat der Gegner mich aus der Kampffläche gedrückt - Shido wegen verlassen der Kampffläche. Drei Shidos führen zu einem Hansoku-make (Disqualifikation). Der Kampf war nach 3:30 min. (4 min. maximal) vorbei und ich war komplett erschöpft und erleichtert.
Nun kämpfte Jonas, das zweite Mal nach einem Kreuzbandriss. Er hat seinen Gegner leicht dominiert und konnte mehrere Würfe ansetzen. Beim nächsten Ansatz (Sumi-Gaeshi) ist der Gegner zwar ausgwichen, stand für Jonas aber perfekt für den nächsten Wurf (O-goshi links) und zack donnerte der Gegner auf die Matte - Ippon (höchste Wertung führt direkt zum Sieg). Leider standen beide nach dem Sumi-Gaeshi schon außerhalb der Kampffläche, sodass der Kampf danach unterbrochen und der Ippon, eine Sekunde später, nicht gewertet wurde. Jonas' nächster Wurf führte zu keiner Wertung, aber den Gegner in den Boden. Jonas drehte ihn auf den Rücken, konnte den Haltegriff aber nur 5 sec. halten, was zu keiner Wertung führte (10 Sek. für Waza-ari, 20 Sek. für Ippon). Auch sein nächster Wurf mit nachfolgendem Haltegriff führte wie zuvor zu keiner Wertung. 1 min. war vorrüber, Jonas Kondition auch und damit ließ auch seine  Kontrolle über den Gegner nach. Jetzt hatte sein Gegner die Möglichkeit ihn zu werfen. Dies gelang ihm zweimal mit jeweils einem Waza-ari, das zu Jonas Niederlage in der 3. Minute führte. 
Wir haben im KO-System gekämpft. Somit schieden wir leider nach dem ersten Kampf aus.
Auf dem Turnier konnten wir spannende Kämpfe beobachten mit teils auch spektakulären Würfen wie zum Beispiel einem Ura-nage. Danach machten wir uns auf den Weg nach Hause.

 

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23Jan
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