BUXTEHUDE. Die Stadt Buxtehude bekommt einen neuen Sportverein: Im Jahr 2020 geht die SG Buxtehude Altkloster an den Start. „SG“, das steht für Sportgemeinschaft. Für diesen Namen haben sich die Sportler entschieden – inklusive eines Vereinslogos in Grün-Weiß.

Bei ihren Jahreshauptversammlungen hatten die Mitglieder des Postsportvereins Buxtehude (1967) und des Turn- und Sportvereins Buxtehude Altkloster von 1899 am 1. März und am 8. März auf einem Wahlzettel ihr Häkchen setzen dürfen.

162 Stimmzettel landeten insgesamt bei der Versammlung am 1. März (PSV) beziehungsweise am 8. März (TSV) in der Wahlurne. Vier Logos und zwei Namen standen zur Auswahl – in den Farben Grün-Weiß oder Schwarz. Mit 100 Stimmen machte die Sportgemeinschaft Buxtehude Altkloster (SG) das Rennen – verbunden mit einem Logo in Grün-Weiß. Im Gespräch war auch, den neuen Verein auf den Namen Sportclub zu taufen. Die SC-Anhänger konnten sich bei der Abstimmung über Vereinswappen und -namen allerdings nicht durchsetzen. Unter den wachsamen Augen des Notars Tobias Demann wurden die Stimmen am Sonnabend im TSV-Center ausgezählt.

Die Wahlzettel werden ausgezählt: Klaus Wilkens (zweiter Vorsitzender des Postsportvereins Buxtehude), Susanne von Arciszewski (Präsidentin des Turn- und Sportvereins Altkloster), Jörg Grote (erster Vorsitzender des Post SV), Maria Fritzsche (Frauenwartin beim Post SV) und TSV-Schatzmeister Hans-Günter Hermann (von links) treiben die Verschmelzung der beiden Sportvereine zur „Sportgemeinschaft Buxtehude Altkloster“ voran. Foto Vasel  

„Beide Vereine sollten sich im Namen und in den Farben wiederfinden, das ist gelungen. Die Traditionslinien werden nicht abgeschnitten“, betonte die TSV-Präsidentin Susanne von Arciszewski nach Bekanntgabe des Ergebnisses. Die beiden Vereine hatten sich Anfang 2018 für eine Verschmelzung ausgesprochen (das TAGEBLATT berichtete). Die Sportgemeinschaft wird mehr als 3300 Mitglieder zählen. Der PSV hat aktuell rund 1000 Mitglieder, beim TSV sind es rund 2300. Die SG wird „als Hülse“ bereits im September gegründet, ein Vorstand gewählt. Im März 2020 sollen die Mitglieder in getrennten außerordentlichen Mitgliederversammlungen beschließen, mit dem neuen Sportverein zu verschmelzen. Dafür ist eine Dreiviertelmehrheit erforderlich. Durch den Verschmelzungskniff bleiben die Mannschaften in ihren Ligen – und müssen nicht wieder ganz unten beginnen, so Jurist Tobias Demann.

Mitglieder des Post SV und des TSV können bereits heute die Angebote des Partnervereins nutzen, betont Post SV-Chef Jörg Grote. Im Juni 2020 soll der neue Verein ins Register eingetragen sein. Die Geschäftsstelle wird im heutigen TSV-Center an der Apensener Straße am Jahnstadion sitzen. Denn die SG will nicht nur das Jugendgästehaus weiter betreuen, sondern auch den von der Stadt geplanten neuen Kunstrasenplatz auf dem Parcoursplatz.

Das SG im neuen Logo des künftigen Vereins steht für Sportgemeinschaft Buxtehude Altkloster. Das Grün-Weiß im Logo greift die Traditionslinie ‚TSV Altkloster‘ (1899) auf, die Schlüssel stehen für den Postsportverein Buxtehude (1967), die beiden Ringe „für die Gemeinschaft“, erklärt Susanne von Arciszewski, (Noch-)Präsidentin des TSV Buxtehude Altkloster. „Mit Erlaubnis“ der Stadt Buxtehude seien Elemente des 2015 geänderten Stadtlogos verwendet worden. Auch die Sportler verzichten auf das Tatzenspitzenkreuz oberhalb der gekreuzten Schlüssel, das eigentlich zum Wappen gehört. Aus den drei städtischen Wellen des Geschichtsloslogos der Stadtverwaltung – die stehen laut Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt für das „maritime Lebensgefühl“ in Buxtehude – wurden im SG-Logo zwei. Das Kreuz war der Verweis auf das Bistum Verden, dem Buxtehude im Mittelalter kirchlich unterstand. Im Jahr 1304 kam das Siegel mit den gekreuzten Schlüsseln Petri zum ersten Mal unter einer städtischen Urkunde zum Einsatz. In dieser stellten sie das Kloster von Stadtrecht und bürgerlichen Lasten frei, nachdem die Benediktinerinnen ein Grundstück für einen Pfarrhof von dem Bremer Bürger Grelle erworben hatten. Erstmals ist auf dem Siegel von der neuen Stadt Buxtehude die Rede, in der lateinischen Umschrift steht „S(igillum) NOV(A)E CIVITATIS BOCSTEHUDE. So hieß vorher das Dorf beim Alten Kloster, der Name ging im 14. Jahrhundert auf die Stadt über. Die gekreuzten Schlüssel stehen für die geistliche und weltliche Herrschaft von Erzbischof Giselbert von Brunkhorst, der im Jahre 1285 die neue Stadt („nova civitas“) gegründet hatte. Kurzum: Die Schlüssel verweisen auf die Abhängigkeit der Stadt von ihrem Landesherrn, der im Familienwappen ebenfalls zwei gekreuzte Schlüssel führte. Diese haben eine höhere Bedeutung. Sie stehen für Petrus‘ Schlüssel zum Himmelreich. Die Hauptkirche St. Petri stand seit dem Mittelalter unter dem Patrozinium (Schutz) von Petrus, sogar eine Reliquie aus dem 12. Jahrhundert mit Knochen des Apostels gab es in der Buxtehuder Kirche, 1710 wurden sie das letzte Mal gesichtet.

Quelle und Genehmigung: Bjoern Vasel - Buxtehuder Tageblatt vom 11.03.2019

 

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